Windpark ABC

 

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A

Auswahlverfahren: Am Anfang der Überlegungen zur Realisierung eines Windparkprojektes  in der Großgemeinde Mengerskirchen stand ein umfangreicher Auswahlprozess. Zwölf Unternehmen wurden einem einheitlichen Bewertungsverfahren unterzogen, bei dem an erster Stelle technische Leistungsfähigkeit und von Anfang an die Bereitschaft zu unternehmerischen Beteiligung der Gemeinde hinterfragt wurden.
Die Hermann Hofmann Gruppe konnte beide Kriterien und darüber hinaus die Verwurzelung in der Region in die Waagschale werfen. Im Rahmen der Umsetzung des Projektes auf dem Knoten kam die Süwag als Netzanbieter und kommunaler Versorger hinzu.

Avifauna: Als Avifauna wird die Gesamtheit aller in einer Region vorkommenden Vogelarten bezeichnet. Der Name leitet sich ab von den lateinischen Wörtern „avis“ für Vogel und „Fauna“ für Tierwelt. Siehe Vogelschutz

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B

Bürgerbefragung: im August 2011 hat die Gemeinde Mengerskirchen eine Bürgerbefragung zur Windenergie durchgeführt:

  • 83  Prozent der Befragten halten Windkraftanlagen für sehr wichtig
  • 63 Prozent der Befragten sprachen sich für Windkraftanlagen am "Knoten", dem heutigen Standort aus.

Bürgerbeteiligung: Von Anfang an haben Vorstand, Energiekommission und Gemeindevertretung Mengerskirchen klargemacht, dass eine unternehmerische Beteiligung des Marktflecken und seiner Bürger Bedingung ist.
Die Gründungsgesellschafter der Windpark Mengerskirchen GmbH haben sich verpflichtet bis zu 44 % der Anteile an der Gesellschaft einer noch zu gründenden Bürgergenossenschaft anzudienen.
Die Vorbereitungen zu Gründung einer Bürgergenossenschaft werden in der 2. Jahreshälfte 2014 getroffen. Genossenschaftsanteile sollen Mitte 2015, nach vorliegenden Erfahrungswerten angeboten werden.

Kontakt:
Marktflecken Mengerskirchen
Schlossstraße 3
35794 Mengerskirchen

Bürgerinformation: 
Erste Bürgerinformationsveranstaltung am 28. März 2012, 19.30 Uhr in der Westerwaldhalle in Waldernbach.
Zweite Bürgerinformationsveranstaltung am 24. Januar 2013, 19.00 Uhr im Bürgerhaus "Schloss" in Mengerskirchen.

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C

CO2-Einsparung: Mit dem Windpark Mengerskirchen (3 WKA) können etwa 17.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Bei einer Betriebszeit von 20 Jahren bedeutet das eine Einsparung von rund 340.000 Tonnen CO2.

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D

Disco-Effekt: Der so genannte „Disco-Effekt“, also widerspiegelndes Sonnenlicht an den Rotoren, ist passé, seitdem Windräder mit nicht-reflektierenden Farben gestrichen werden.

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E

EEG: Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurztitel Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in das Versorgungsnetz. Das EEG wird aktuell überarbeitet und soll im August 2014 in Kraft treten. 

Eingriffsminimierung: Die Planung der Windenergieanlagen wurde gemeinsam mit der Gemeinde Mengerskirchen nach den Grundsätzen: „Vermeiden, Vermindern, Ausgleichen und Ersetzen“ geplant, um den Eingriff möglichst minimal zu halten. Jeder Eingriff in Forst und Natur wird gemäß den gesetzlichen Richtlinien kompensiert. Werden z.B. Bäume gefällt, müssen sie im gleichen Naturraum wieder aufgeforstet werden. Darüber hinaus muss auch der ökologische Wert nach BNatSchG an anderer Stelle wieder hergestellt werden.

Energiebilanz: Die für Herstellung, Transport, Wartung und Demontage einer WKA aufgewandte Energie wird etwa nach 9 Monaten durch den Betrieb wieder ausgeglichen. Siehe auch CO2-Einsparung.

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F

Flächeninanspruchnahme: Für den Bau einer Windenergieanlage müssen dauerhaft etwa 0,6 ha in Anspruch genommen werden. Nach der Errichtung der Windenergieanlagen werden die nur für den Bau benötigten Flächen wieder aufgeforstet.

Fledermäuse: Parallel zu den Brutvogel- und Zugvogelkartierungen wurden detaillierte Beobachtungen und Kartierungen zu Fledermäusen erhoben, um mögliche Beeinträchtigungen ausschließen zu können.

Forstwege: Die bestehenden Forstwege können größtenteils als Zuwegung für die Errichtung des Windparks genutzt werden. Hierzu werden stellenweise Verbreiterungen der Wegeoberfläche auf 4 Meter nötig. In einigen Kurven müssen Kurvenradien mit Schotter ausgebaut werden, damit Langtransporte (Rotorblatttransporte) die Kurven befahren können. Sämtliche Flächen, die hierfür in Anspruch genommen werden, müssen im Zuge des forst und naturschutzrechtlichen Kompensation ausgeglichen werden.

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G

Genehmigungen: Die Baugenehmigung für die drei WKA in Mengerskirchen nach dem Bundes-Immissions-Schutz-Gesetz (BImSchG) wurde am 08.10.2013 vom Regierungspräsidium Gießen erteilt.

Generator: Als Generator kommt eine doppelt gespeiste Asynchronmaschine zum Einsatz. Diese Generatorart setzt Nordex bereits seit Jahren mit Erfolg bei drehzahlvariablen Anlagen ein. Wesentlicher Vorteil: Nur 25 bis 30 % der erzeugten Energie müssen über einen Umrichter in das Stromnetz eingespeist werden. Damit senkt der Einbau dieses Generator/ Umrichter-Systems die Gesamtkosten der Windenergieanlage.

Gewerbesteuereinnahmen: Das Einkommen aus dem Betrieb von Windenergieanlagen unterliegt der Gewerbesteuer. Nach der Neuregelung der Gewerbesteuerzerlegung fließen mind. 70 % der Gewerbesteuer an die Gemeinde, in der die Windenergieanlagen stehen (=Standortgemeinde) und 30 % an die Gemeinde, in der sich die Verwaltung der Betreibergesellschaft befindet. Da sowohl der Windpark als auch die Windpark Mengerskirchen GmbH in Mengerskirchen selbst sitzen fließen 100 % der Gewerbesteuer direkt an die Gemeinde.

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H

Hermann Hofmann Unternehmensgruppe: Die Hermann Hofmann Unternehmensgruppe ist mit ihren Unternehmensbereichen seit Jahrzehten ein verlässlicher Partner zur Lieferung von Rohstoffen, zur Ausführung von Dienstleistungen in der Abfallwirtschaft und zur Bereitstellung von erneuerbaren Energien in unserer Region.

Alle Partnerfirmen der Gruppe arbeiten Hand in Hand zusammen. Unsere Teams in allen Unternehmensbereichen sind hoch motiviert und verfügen über profunde Kenntnisse sowie die notwendigen Erfahrungen, um die an uns gestellten Aufgaben zum Nutzen unserer Kunden zu erledigen. Durch Innovationen und eigene Entwicklungen wird die Leistungsfähigkeit ständig gesteigert. Fachkenntnisse, die sich an der Entwicklung der Technik und den sich ändernden Anforderungen der Branche orientieren, garantieren ein Optimum an Erfahrung, Kompetenz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Die im Jahr 2010 gegründete Unternehmenssparte Hermann Hofmann Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG hat sich der Herausforderung einer regionalen und nachhaltigen Energieversorgung gestellt. Die Energiewende ist aus Gründen des Klima- und Ressourcenschutzes unerlässlich. Der Ausbau der Windenergie ist zur Umsetzung der Energiewende das wichtigste "Zugpferd". Mit ihren ambitionierten Ausbauzielen ist die Windenergiebranche tragende Säule dieses Prozesses, den auch wir aktiv unterstützen wollen.

Wichtig für die Hermann Hofmann Gruppe ist es allerdings, dass dieser Ausbau sozial-, natur- und umweltverträglich erfolgt. Die Windenergie trägt wesentlich zum Klimaschutz und damit auch zum Naturschutz bei. Sie zeichnet sich insbesondere durch geringe Erzeugungskosten im Vergleich zu anderen Erneuerbaren Energien und einen hohen Stromertrag pro in Anspruch genommener Fläche aus. 

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I

Infraschall: Tieffrequente Geräusche und Infraschall (Körperschall) sind bei Windenergieanlagen messtechnisch nachweisbar, aber für den Menschen nicht hörbar. Die Frequenzen bei Infraschall liegen unterhalb der durch das menschliche Ohr wahrnehmbaren Frequenzen von 16 Hz. Der menschliche Hörbereich liegt zwischen 16 Hz – 20.000 Hz. Frequenzen darüber werden als Ultraschall bezeichnet.
Infraschall ist in unserem Alltag gegenwärtig: Natürliche Quellen sind Gewitter, Wasserfälle und Meeresbrandung u.a. Technische Quellen in unserem Alltag sind Straßenverkehr, im Pkw selbst, Flugzeuge, Discotheken, Klimaanlagen, Industriearbeitsplätze etc.
Nach Untersuchungen der Infraschallwirkungen auf den Menschen erwies sich unhörbarer (nicht wahrnehmbarer) Infraschall als unschädlich.

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K

Klimaschutz-Ziele: Bund, Land, Kommune
Bund: Die Bundesregierung hat beschlossen, dass die Energieversorgung Deutschlands bis zum Jahr 2050 überwiegend durch erneuerbare Energien gewährleistet werden soll. Ziel der deutschen Klimapolitik ist es daher, bis 2020 die Emissionen von Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken und bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent.

Land Hessen:Nach den Ergebnissen des Hessischen Energiegipfels sollen bis zum Jahr 2050 möglichst 100% des Endenergieverbrauchs in Hessen (Strom und Wärme) aus erneuerbaren Energien bereitgestellt, die Energieeffizienz erhöht und deutliche Energieeinsparungen realisiert werden. Die Energieinfrastruktur zur Sicherstellung der jederzeitigen Verfügbarkeit soll „so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig“ ausgebaut sowie die gesellschaftliche Akzeptanz für die energiepolitisch notwendigen Schritte ausgeweitet werden.

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L

Landesentwicklungsplan (LEP): Als Oberste Landesplanungsbehörde erstellt das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung den Landesentwicklungsplan als strategisches Planungsinstrument zur räumlichen Entwicklung des Landes und als verbindliche Vorgabe für die Regionalplanung. Er beschreibt die angestrebte Entwicklung Hessens in den wichtigsten landespolitischen Planungsbereichen. Die Änderung des Landesentwicklungsplans Hessen 2000 – Vorgaben zur Nutzung der Windenergie wurde am 11. März 2013 durch die Landesregierung beschlossen. Der Landtag hat dieser Änderung am 27. Juni 2013 zugestimmt. Sie ist am 11. Juli 2013 in Kraft getreten.
http://www.landesplanung-hessen.de/landesentwicklungsplan/aenderungsverfahren-2013/

Landschaftsbild: Im Rahmen des Fachbeitrags Naturschutz wird u.a. auf Basis einer Sichtbarkeitsanalyse und Visualisierung (Panoramafotos) der Eingriff ins Landschaftsbild bewertet. Im Genehmigungsverfahren wird hierauf aufbauend der Ausgleich festgelegt.

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M

Mengerskirchen: Im östlichen Westerwald, an der Grenze zu Rheinland-Pfalz liegt der Marktflecken Mengerskirchen - mit seinen fünf Ortsteilen: Dillhausen, Mengerskirchen, Probbach, Waldernbach und Winkels. Die 6.000-Einwohner Gemeinde gehört zum Landkreis Limburg-Weilburg und wird landwirtschaftlich vom 605 m hohen "Knoten" und vielen bewaldeten Basaltkuppen geprägt.

Der Raum für Bildung, Erziehung und Betreuung mit dem deutschlandweit bekannten und preisgekrönten "Bildungsforum Mengerskirchen" ist der zentrale Aufgabenbereich im Marktflecken Mengerskirchen.

So bieten z. B. alle Kindertagesstätten und auch die Grundschule auf Wunsch eine Ganztagesbetreuung mit Mittagessen an. Die Betreuung von Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren wird in der Kindergrippe, ebenfalls ganztägig, angeboten.

Niedrige Baulandpreise und eine geringe Gebührenbelastung, die wir aufgrund stabiler finanzen erreichen, sind zwei weitere Vorteile, die Mengerskirchen bietet.

Darüber hinaus konnte die heimische Wirtschaft sehr erfolgreich agieren. Durch Neuansiedlungen und Bestandserweiterungen wurden ca. 25 Prozent neue Arbeitsplätze geschaffen.

Mit Blick in die Zukunft hat sich der Marktflecken Mengerskirchen auch dem umfangreichen Themenfeld "Energie" gewidmet und ein Energiekonzept mit folgenden Zielen entwickelt:

  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien auf 33 Prozent des Energieverbrauchs in Mengerskirchen bis 2020
  • Nachhaltige Energieeffizienzprozesse
  • Lokale Wertschöpfung: Bürgerengagement, heimische Wirtschaft, ...
  • Investition/Beteiligung des Marktfleckens Mengerskirchen zur Steigerung seiner Erträge
  • Verwertung von anfallender/vorhandener Biomasse im Marktflecken Mengerskirchen
  • Erhaltung der Landschaftsstruktur und der Erholung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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N

Netzverknüpfungspunkt: An dem Netzverknüpfungspunkt werden die Windkraftanlagen des Windparks Mengerskirchen mit dem Netz der Süwag Netztochter Syna verbunden. Der Netzbetreiber ist verpflichtet nach § 5 Abs. 1 EEG 2009 den technisch und gesamtwirtschaftlich günstigsten Verknüpfungspunkt zu bestimmen. Im Marktflecken Mengerskirchen ist die besondere Situation, dass die erzeugte Energie in das Versorgungsnetz Marktflecken Mengerskirchen einspeist. Der regional erzeugte Strom kann somit direkt in der Region genutzt werden.

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Nordex: Kaum eine andere Technik hat in den vergangenen Jahren ähnliche Fortschritte gemacht wie die Windenergienutzung. Nordex ist einer der Väter dieses Prozesses. In 34 Ländern drehen sich heute bereits mehr als 5.500 Nordex-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von zusammen über 9.000 Megawatt.

Nordex Kundenmagazin

Nordex Generation Gamma

 

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P

Partner: Mit der Hermann Hofmann Erneuerbare Energien GmbH als Windparkbetreiber und der Süwag Netztochter Syna GmbH als Netzbetreiber hat die Gemeinde Mengerskirchen starke Kooperationspartner gefunden. Die Hermann Hofmann Erneuerbare Energien GmbH wird auch die technische und kaufmännische Betriebsführung des Windparks übernehmen. Die Süwag steht für den optimalen Übergabepunkt und die technischen Aspekte der Einspeisung, sowie für die Realisierung eines Bürgerstromtarifs, so weit dies im rechtlichen Rahmen möglich ist. (Siehe Direktbezug)

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R

Rückbaubürgschaft: Für den Rückbau der WKA ist im Genehmigungsbescheid als Auflage vor Baubeginn einer Bankbürgschaft in Höhe der Rückbaukosten als Sicherheit zu hinterlegen, so dass nach Beendigung der Windkraftnutzung der vollständige Rückbau gewährleistet ist.

Rotor: Der Rotor besteht aus drei bis zu 58 Meter langen Rotorblättern, die aus hochwertigem glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) gefertigt sind, einer Rotornabe, Drehverbindungen und Antrieben zur Rotorblattverstellung. Mit 117 m Rotordurchmesser besitzt die N117 eine überstrichene Rotorfläche von 10.715 m2. Zur Begrenzung und Optimierung der Leistung kommt ein Pitch-System zum Einsatz. Der drehzahlvariable Rotor steigert die aerodynamische Leistungsfähigkeit und reduziert die Windlasten auf die Anlage. Jedes Rotorblatt kann bei Bedarf servicefreundlich in beliebiger Position arretiert werden.

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S

Schallschutz: Windkraftanlagen unterliegen baurechtlichen Vorschriften, die konkrete Vorgaben für den erlaubten Geräuschpegel vorgeben. Die Grenzwerte für die Lärmbelastung liegen zwischen 35 dB (Wohngebiet) und 45 dB (Mischgebiet). Die Errichtung von Windenergieanlagen ist an die strengen Anforderungen der „Technischen Anleitung zum Schutz vor Lärm“ gebunden. Damit eine Baugenehmigung gewährt wird, muss ein Gutachten einen ausreichenden Abstand zwischen Windanlagen und Bebauung nachweisen – der Mindestabstand zu Wohnanlagen liegt bei 500 Metern. In dieser Entfernung sind Windenergieanlagen kaum mehr zu hören. Die Forschung und Entwicklung vieler Unternehmen zielt auf weniger Lärmbelastung, beispielsweise durch eine aerodynamische Verbesserung der Rotorblätter.

Zum Nachweis der Einhaltung obiger Grenzwerte für den Windpark Mengerskirchen wurde für das Genehmigungsverfahren ein Schallgutachten erstellt und vorgelegt. Im Ergebnis werden die Grenzwerte an allen Immissionspunkten unterschritten. Die Immissionswerte und –orte wurden mit den zuständigen Bauämtern abgestimmt.

Schattenwurf: Jedes Haus und jeder Baum wirft einen Schatten, der im Tagesverlauf wandert. Wolken geben sogar schnell bewegte Schatten. Ungewöhnlich bei Windrädern ist der regelmäßig wiederkehrende Schattenwurf der Rotoren – allerdings auch nur, solange die Sonne scheint. Damit Anwohner nicht belästigt werden, darf dieser bewegte Schatten maximal 30 Minuten am Tag auf ihr Haus fallen – und zwar nur bis zu 30 Stunden im Jahr.

Siedlungsabstände: Zu den Wohngebieten (Siedlungsflächen) der angrenzenden Gemeinden rings um den Windpark werden die einzuhaltenden Abstände von mind. 1.000 (bzw. mind. 500 Meter im Außenbereich) Abstand eingehalten.

Selbstfahrer: Spezialfahrzeug zum Transport von Flügeln - wo konventionelle LKWs nicht mehr weiterkommen. Insbesondere bei besonders großen und schweren Flügeln in schwierigen Gebieten. Er bewegt ein Gewicht von bis zu 25 t. Der Selbstfahrer wird voll elektronisch gesteuert. Die Flügel werden per Mobilkran an den Spezialtransporter geflanscht. Auch die Natur profitiert von diesem Hightech-Fahrzeug: Durch einen Neigungswinkel von 60° kann der sonst oft erforderliche Wegebau in den meisten Fällen vermieden werden.

Stromertrag: Der durchschnittliche jährliche Stromertrag pro Anlage (netto nach Abschlägen) beträgt ca. 7,5 Mio kWh/a. Für die geplanten 3 WKA sind dies 22,5 Mio kWh/a.

Süwag: Die Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH ist eine hunderprozentige Tochter der Süwag Energie AG. Das knapp 5.200 Quadratkilometer umfassende Versorgungsgebiet der Süwag und ihrer Tochterunternehmen verteilt sich auf vier Bundesländer: Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern. Sie sind multiregional aufgestellt und mit zahlreichen Standorten nah an ihren Kunden. Die Unternehmen beschäftigen rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bilden jährlich 100 Auszubildende aus.

"Grüner und kommunaler" lautet die Strategie der Süwag, um die Energieversorgung der Zukunft zu gestalten. Dazu gehören grüne Netze, grüne Produkte und grüne Erzeugung. In den Ausbau "grüner" bzw. dezentraler Erzeugung - vorzugsweise aus Biomasse, Wind-, Sonnen- und Wasserkraft - und "grüner" Netze investiert die Unternehmensgruppe in den nächsetn Jahren zusätzlich 100 Millionen Euro. Und das ausschließlich in Ihrem Versorgungsgebiet. Dort erzeugt die Süwag heute bereits mehr als 130 Millionen kWh "grünen" Strom ausschließlich aus regenerativen bzw. dezentralen Erzeugungsanlagen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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T

Tourismus: Windenergiegegner behaupten, dass Windenergieanlagen einen Eingriff in das Landschaftsbild darstellen und somit zu abnehmenden Besucher- und Einwohnerzahlen führen und sogar den Tourismus negativ beeinträchtigen würden. Umfragen zeigen jedoch, dass Windenergieanlagen auch ein positives Image haben und zu einem sinnvollen Tourismus beitragen können. Sie stehen für Innovation, Zukunftsorientierung, Nachhaltigkeit und ökologischen Fortschritt. Inzwischen werden sogar Windprojekte aktiv in Tourismuskonzepte eingebunden.

Turm: Der Turm ist als modularer Stahlrohrturm entwickelt und geprüft worden. Bei der Entwicklung der Turmeinbauten (Steigleiter, Plattformen, Sicherheitsausrüstung) wurden insbesondere die Anforderungen der EN 50308 berücksichtigt. Der Transformator kann sowohl innerhalb als auch außerhalb des Turms aufgestellt werden. Die N117 wird auf einem Hybridturm von 141 Metern errichtet.

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U

Unabhängigkeit: Selbstverständlich wird Mengerskirchen mit dem Windpark nicht unabhängig vom allgemeinen Stromnetz. Der Wind weht nicht immer und die mittlerweile zahlreicheren PV-Anlagen auf den Dächern der Gemeinde produzieren nur mit Hilfe der Sonne. Viel wird von der technischen Entwicklung von Speichermöglichkeiten und Spitzenlastmanagement abhängen. Aber die Ertragserwartungen  des Windpark gehen auf  insgesamt 22,5 Mio. kWh p.a. (siehe Stromertrag). Das entspricht immerhin fast dem dreifachen des Energiebedarfs Strom für die 2.450 Haushalte der Großgemeinde.

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V

Visualisierung: Siehe Landschaftsbild

Vogelschutz: Ornithologische Erhebungen wurden, um den gesamten Jahreszyklus der Vogelwelt zu erfassen, über 12 Monate erfasst. Erhebliche Beeinträchtigungen nach dem BNatSchG konnten für den Standort Mengerskirchen ausgeschlossen und damit die WKA genehmigt werden.

Vorteile: die Bürger der Gemeinde Mengerskirchen partizipieren indirekt an:

  • der Pacht von mindestens 90.000 Euro pro Jahr für den Windpark
  • der Gewerbesteuerzahlung der Windpark Mengerskirchen GmbH
  • den Erträgen aus der Beteiligung der Gemeinde an der Windpark Mengerskirchen GmbH in Höhe von 26 Prozent des Gesellschaftskapitals.

und direkt durch:

  • die Möglichkeit Anteile an der Bürgergenossenschaft zu erwerben
  • und den Direktbezug von Strom in Form eines Bürgertarifs soweit dies rechtlich darstellbar ist.

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W

Windhöffigkeit: Die Windhöffigkeit setzt sich aus der Windhäufigkeit und der Windgeschwindigkeit zusammen. Der Standort Mengerskirchen weist mit einer im Jahresdurchschnittlichen Windhöffigkeit von etwa 6,7 m/s eine für das Binnenland überdurchschnittliche Standortqualität aus. Diese ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit eines Windprojektes.
 
Waldfläche: Der Marktflecken Mengerskirchen verfügt über 1.026 ha Waldfläche. Für die drei WKA werden dauerhaft etwa 1,8 ha Wald für den Betrieb der WKA in Anspruch genommen. Dies entspricht rund 0,2 % der gesamten Waldfläche der Gemeinde Mengerskirchen.
Um die Ausbauziele der erneuerbaren Energien mit möglichst wenigen Anlagen und wenig störenden Umweltwirkungen zu erreichen, kommen wir um die Nutzung von Wäldern für die Windkraft nicht umhin.Bei sorgfältiger Prüfung der Umweltwirkungen können auch im Wald genügend Standorte gefunden werden, welche wenige oder hinnehmbare Beeinträchtigungen der Tierwelt und des Naturhaushaltes verursachen.

Waldwege: siehe Forstwege

Wertschöpfung: Erneuerbare Energien steigern die kommunale Wertschöpfung und bringen somit Geld in die Haushaltskasse durch Pachteinnahmen und Steuereinnahmen, die wiederum den Bürgern vor Ort zugutekommen. In Mengerskirchen zusätzlich durch die Beteiligung der Gemeinde an der Windpark GmbH und die direkte Beteiligung der Bürger im Rahmen einer Bürgergenossenschaft. (siehe Bürgerbeteiligung).

Windkraftanlagen: In Mengerskirchen werden Windkraftanlagen des Anlagentyps Nordex N117 mit 2,4 MW Nennleistung errichtet. Diese WKA haben einen Rotordurchmesser von 117 m, mit einer Nabenhöhe von 141 m und einer Gesamthöhe von 199,5 m.

Windnachführung: Die Windrichtung wird in Nabenhöhe mit zwei redundanten Windfahnen kontinuierlich gemessen. Bei einer Überschreitung der zulässigen Abweichung wird das Maschinenhaus aktiv über bis zu vier Getriebemotoren nachgeführt, so dass die Windkraftanlagen eine optimale Windausbeute generieren könne.

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Z

Zeitplan Windpark Mengerskirchen:

Die Baugruben zur Herstellung der Baugrundverbesserung der Anlagen 1 und 2 werden bis Mitte Mai fertig gestellt. Die Baufelder werden durch die archäologische Baubegleitung freigegeben.

Die Zufahrtswege und Kranstellflächen werden ausgebaut und befestigt.Die Arbeiten der Baugrundverbesserung und der internen Parkverkabelung sind abgeschlossen. Die Freigabe der Baugrundverbesserung erfolgt durch einen Bodengutachter

07.06.2011 Beschluss Gemeindevertretung über eine Bürgerbefragung
Juli 2011 Anschreiben zum Interessensbekundungsverfahren für den Windpark Waldmark
August 2011 Durchführung der Bürgerbefragung
01.02.2012 Süwag erklärt Bereitschaft zur Beteiligung in der E-Kommission
14.02.2012 Gemeindevertretung entscheidet, dass Vertragsverhandlungen mit Hermann Hofmann über den Windpark Waldmark aufgenommen werden
28.03.2012 Bürgerversammlung in Waldernbach zum geplanten Windpark Waldmark
27.03.2012 Gemeindevertretung beschließt Vertrag mit Hermann Hofmann
Sommer 2012 Schwarzstorch in der Waldmark aufgetaucht
24.01.2013 Bürgerversammlung in Mengerskirchen zum geplanten WP am Knoten
29.01.2013 Gemeindevertretung beschließt, Genehmigungsantrag für den WP am Knoten zu stellen
04.02.2013 Antragstellung WP Mengerskirchen beim RP Gießen
08.10.2013 Genehmigungsbescheid des RP Gießen für den Marktflecken Mengerskirchen
Dezember 13 / Januar 14 Rodungsarbeiten für die Zuwegung und Kranstellflächen
Dezember 2013 Baugrunduntersuchung der Windkraftstandorte
18.02.2014 Gründung der „Windpark Mengerskirchen GmbH“
28.02.2014 Klagerücknahme der Gemeinde Greifenstein, Rechtskraft der Genehmigung vom 08.10.2013
01.03.2014 Übertragung der Genehmigung auf die WP Mengerskirchen GmbH
13.03.2014 Genehmigung der Zufahrt und des Ausgleichskonzeptes durch ONB und OFB
14.03.2014 Eintragung der Grunddienstbarkeiten für Windräder, Zufahrten und Kabeltrasse
18./19.03.2014 Unterzeichnung der Werkliefer- und Wartungsverträge mit Nordex
19.03.2014 Eintragung der GmbH im Handelsregister Limburg, HRB 5118
26.03.2014 Unterzeichnung der Kreditverträge mit dem Bankenkonsortium
28.03.2014 Einzahlung des Eigenkapitals auf das GmbH-Konto und Anzahlung an Nordex
28.03.2014 Originalbürgschaft Nordex für die Anzahlung liegt vor
31.03.2014 Versand der Ausschreibung für Erdarbeiten
April 2014 Ausschreibung der Kabellieferung, Verlegung und Anbindung sowie der Baugrundverbesserung
11.04.2014 Submission der Erdarbeiten
28.04.2014 Baubeginn symbolisiert  durch 1. Spatenstich
Anfang Mai Vor Beginn der Arbeiten im Zufahrtsbereich und am Standort der Anlage selbst findet eine Begehung zur Prüfung, ob in dem steinigen Geröll eventuell Vögel brüten statt.
Mai 2014 Die Baugruben zur Herstellung der Baugrundverbesserung der Anlagen 1 und 2 werden bis Mai hergestellt.
06.05.2014 Die Baufelder werden durch die archäologische Baubegleitung freigegeben
Mai / Juni 2014 Die Zufahrtswege und Kranstellflächen werden ausgebaut und befestigt
02.06.2014 Beginn der internen Parkverkabelung für die Anbindung der Windenergieanlagen
10.06.2014 Die Arbeiten für die Baugrundverbesserung und Tiefergründung durch Rüttelstopfsäulen beginnen
17.06.2014 Die Arbeiten der Baugrundverbesserung und der internen Parkverkabelung sind abgeschlossen. Die Freigabe der Baugrundverbesserung erfolgt durch einen Bodengutachter
Ende Juni 2014 Die Baugruben werden bis zur Unterkante der Sauberkeitsschicht wieder aufgefüllt
Juli / August 2014 Die Bewehrungen für die Fundamente der Windenergieanlagen werden Vorort geflochten. Eine Abnahme der Bewehrungen erfolgt jeweils durch den TÜV

Die Fundamente werden betoniert
September 2014 Aufstellung und Anbindung der Übergabestation an das öffentliche Netz
September / Oktober 2014 Aufstellung des Krans und Beginn der Montage der Betontürme. Der Kran wird nach der Montage des Betonturmes zur nächsten Anlage umgestellt
Oktober / November 2014 Einziehen der Litzen in den Betonturm und spannen des Turmes
02.11.2014 Tag der offenen Baustelle
05.11.2014 Selbstfahrer wird im Laufe des Tages bei der Firma Beck & Heun aufgebaut
05./6.11.2014 In der Nacht werden die ersten drei Rotorblätter angeliefert
06.11.2014 In der Früh werden die drei Blätter abgeladen und das erste Blatt auf dem Selbstfahrer befestigt. Die zwei weiteren Blätter werden zwischengelagert und nach und nach an den Windpark Standort gebracht
06./7.11.2014 In der Nacht werden die nächsten drei Blätter angeliefert
07.11.2014 In der Früh werden die drei Blätter abgeladen und das erste Blatt auf den Selbstfahrer verladen.
Anlieferung Gondel, Nabe und Triebstrang mit anschließender Entladung auf dem Windpark Gelände
08.11.2014 Die zwei weiteren Blätter werden zwischengelagert und nach und nach an den Windpark Standort gebracht
12./13.11.2014 In der Nacht werden die letzten drei Blätter angeliefert
13.11.2014 In der Früh werden die drei Blätter abgeladen und das erste Blatt auf den Selbstfahrer verladen
14.11.2014 Die zwei weiteren Blätter werden zwischengelagert und nach und nach an den Windpark Standort gebracht. Erste Teile des Krans kommen am Windpark an
17.11.2014 Der Zusammenbau des Kranes beginnt am Standort der WEA 3
19.11.2014 Der Kran ist aufgebaut und zugbereit
20.11.2014 Die ersten Stahlsegmente werden gezogen und montiert
21.11.2014 Die weitere Stahlsegmente wurden gezogen, der Turm 3 hat jetzt seine Höhe
22.11.2014 Die Gondel ist oben, das Getriebe ist drin und das Dach ist drauf
24.11.2014 Die Blätter werden gezogen. Die erste Anlage ist errichtet
25.11.2014 Der Kran wird abgebaut und an Standort 2 neu aufgebaut
08.12.2014 Am Standort 2 werden die Turmsegmente gezogen. Die erste Anlage (Standort 3) geht in Betrieb
09.12.2014 Die zweite Anlage ist errichtet
14.12.2014 Die dritte Anlage ist bis zum Antriebsstrang errichtet
19.12.2014 Die zweite Anlage geht in Betrieb
08.01.2015 Die Flügel werden gezogen, die dritte Anlage ist errichtet
13.01.2015 Die letzte Anlage geht in Betrieb
18.01.2015 Offizielle Inbetriebnahme des Windparks

 

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